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Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, das vom Organismus für die Blutbildung und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge, wie beispielsweise die Neubildung von Zellen und roten Blutkörperchen benötigt wird. Diese ist in vielen Lebensmitteln enthalten, wie beispielsweise in Hülsenfrüchten, Sojabohnen, Brokkoli, Grünkohl, Vollkornprodukten, Eiern, Fleisch, Fisch oder auch Milch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DEG) empfiehlt Erwachsenen und Jugendlichen am Tag circa 400 Mikrogramm an Folsäure zu sich zu nehmen. Tatsächlich nehmen die Deutschen im Durchschnitt aber nur 250 Mikrogramm Folsäure zu sich.
Bei Schwangeren kann ein Mangel an Folsäure fatale Folgen haben. Die Folsäure ist vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft eines der wichtigsten Vitamine für den Körper der schwangeren Frau. Bei einem bestehenden Folsäuremangel kann es zu Schädigungen des Zentralnervensystems des Fötus kommen, aber auch ein offener Rücken (Spina bifida), eine Lippen-Gaumen-Spalte oder andere Missbildungen können durch einen Mangels an Folsäure entstehen. Damit das nicht passiert, empfehlen Ärzte werdenden Müttern deshalb bis zur zwölften Schwangerschaftswoche ein Folsäurepräparat einzunehmen. Eine schwangere Frau benötigt pro Tag circa 800 Mikrogramm Folsäure. Diese Menge ist allein durch gesunde Ernährung kaum zu schaffen.